Traurig, aber wahr:

In seiner Pressemitteilung vom 16. Juni 2017 bestätigt der Schweizerische Bundesrat, das er die neue EU-Richtlinie in Schweizerisches Recht überführen wird.
Damit wird die Gewährleistung des Rechts auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waffentragen erheblich eingeschränkt werden. Der Zweck des geltenden Waffengesetzes, die missbräuchliche Verwendung von Waffen zu bekämpfen wird deutlich verfehlt. Art. 3 WG – das Recht auf Waffenbesitz – wird zur Lachnummer werden. Immerhin haben wir in der Eidgenossenschaft das Recht auf Waffenbesitz, im Gegensatz zu Westeuropa, wo Waffenbesitz eine Ausnahme ist.
In der Pressemitteilung wird explizit die Nachweispflicht von Vereinszugehörigkeit und Schiesstrainings erwähnt. Dabei wird aber nur zur übernommenen Armeewaffe Stellung genommen. Der grosse Rest der Selbstlader für Sammler und dynamische Schützen wird nicht ansatzweise erwähnt. Das lässt nichts Gutes erahnen.
Gerade jetzt und gerade morgen an der ausserordentlichen Generalversammlung von proTELL, lasst uns dies offen ansprechen und einig dagegenhalten.
Es kann doch nicht sein, dass die ganze Communitiy von Schützen sich noch nicht wirklich bewegt. Ich habe am Feldschiessen selbst immer nur eines gehört: „Das Stgw wird ausgenommen werden“. Ja, das mag stimmen, doch das ist nur die halbe Miete. Es geht hier um wesentlich mehr als um das Gewehr. Immerhin – so glaube ich zumindest – leben wir noch in einem halbwegs freien Land als freie Bürger. Ein Land, in dem der Staat seinen mündigen Bürgern das Vertrauen schenken sollte, sich in seiner Bewaffnung nicht einzuschränken.
Es geht hier nicht um die Anzahl Schuss im Magazin.
Es geht hier nicht um Lauflängen.
Es geht hier auch nicht um Sportschütze oder nicht.
Es geht hier um nichts geringeres als unsere Freiheit als Bürger dieses Staates. Um die Anerkennung als Bürger und nicht nur als Steuerzahler. Um die Anerkennung, dass die Bürger dieses Landes verantwortungsvoll und vertrauenswürdig sind. Um die Wahrung der bewaffneten Neutralität, auch wenn die Planspiele des Kalten Krieges weit weg sind.
Letztendlich muss ich wieder einmal Charlton Heston zitieren, welcher am 20. Mai 2000 resümierte:
„Because they (the simple men, Anm.) know, that sacred stuff resides in that wooden stock and blued steel. Something that gives the most common man, the most uncommon freedoms.
When ordinary hands, can possess such a extraordinairy instrument, that symbolizes the full measure of human dignity and liberty.“
So wie auch der amerikanische Bürgerrechtler Charlon Heston, der zusammen mit Martin Luther King 1963 nach Washington DC marschierte, glauben auch wir das die der ultimative Beweis für Menschenwürde und Freiheit der Besitz von Waffen und damit die Möglichkeit der Ultima Ratio in bestimmen Fällen ist.
Die Freiheit, die in Hunderten von Jahren teuer erstritten, erkämpft und bezahlt wurde, geht nun Stück für Stück vor die Hunde. Die Freiheit der Selbstbestimmung, wann und wo sich der Bürger wie bewegt. Die Freiheit Waffe und Munition zu Hause zu haben. Die Freiheit bereit zu sein, wenn Staat und Rechtskörper versagen und Euch nicht zu Schützen vermögen.
Lasst uns diese Diskussion um die gesetzlichen Änderungen also nicht an Details wie Magazinkapazität aufhängen. Darum geht es nicht. Es geht um einen erneuten Einschitt in die Rechte des Bürgers und seiner Freiheit.