Das Maschinengewehr MG 53 „sarac“

MG 53 „sarac“, Fertigung Zastava Kragujevac

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der damaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien das MG 34 und das MG 42 aus Wehrmachtsbeständen weiterverwendet. Mitte der 50er Jahre, als viele der Weltkriegsgewehre ernsthafte Verschleisserscheinungen zeigten, wurde eine neue Fertigungslinie bei Zastava in Kragujevac gebaut. Diese Fertigungslinie nahm 1954 den Betrieb auf. Diese jugoslawische Fertigung ging allen anderen Nachkriegsfertigungen voran und war höchstwahrscheinlich nicht durch die deutschen Patenthalter autorisiert. (Myrvang, 2012)

Unterschiede zum MG 42

Das Maschinengewehr MG 53 „Sarac“ ist nahezu identisch mit dem MG 42, weist aber doch einige wenige Unterschiede auf. So wurde das bereits in den Kriegsjahren von Mauser entwickelte Verschlusssperrstück (Myrvang, 2002) serienmässig eingebaut und weist keine Möglichkeit zur Anbringung von Fliegerabwehr-Visieren auf. Weiter wurde die Bohrung im Rückstossverstärker auf Ø13.5mm vergrössert. Die grössere Bohrung im Rückstossverstärker reduzierte die Feuerkadenz auf ca. 1000 Schuss pro Minute.

Das MG 53 nach dem Zerfall Jugoslawiens

Das einzige Land ausserhalb des Balkans, dass das MG 53 als Ordonnanzwaffe einsetzte scheint Angola zu sein. Diese MG 53 wurden von regulären Truppen zusammen mit veralteten MG 42 eingesetzt.

Grosse Mengen an MG 53 sind nach dem Zerfall Jugoslawiens in den nachfolgenden Balkankonflikten von allen Seiten verwendet worden. Nach den Unabhängigkeitserklärungen der nördlichen Teilstaaten Slowenien und Kroatien kamen verhältnismässig viele MG 53 auf den Surplus-Markt.

Literaturverzeichnis

Myrvang, Folke. 2012. From the MG08 to the MG3. Cobourg : Collector Grade Publications Inc., 2012. ISBN 0-88935-542-8.

—. 2002. MG34-MG42: German Universal Machinegun. 2nd. Cobourg : Collector Grade Publications Inc., 2002. ISBN 0-88935-278-X.